Ratgeber

China-Training für Unternehmen und Führungskräfte

Ihr Team verhandelt mit chinesischen Lieferanten, betreut chinesische Kunden oder arbeitet in Projekten mit Kollegen in China? Dann entscheidet nicht nur Fachwissen über den Erfolg, sondern das Verständnis für die Spielregeln der chinesischen Geschäftskultur. Dieser Ratgeber erklärt, warum die Zusammenarbeit mit China anders funktioniert, welche Situationen im Alltag typisch sind, was ein China-Training für Unternehmen vermitteln sollte und wie es abläuft.
Dragon Business schult Fach- und Führungskräfte, die mit chinesischen Geschäftspartnern, Lieferanten, Kunden oder Kollegen arbeiten, inhouse oder online, zugeschnitten auf Ihre Branche. 

Trainerin ist Dr. Andrea Thürmer Leung: über 20 Jahre Management und Training in Hongkong und China, seit 2008 Trainings für Konzerne und Mittelstand.
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Andrea Thürmer Leung

Dr. Andrea Thürmer Leung

Kaum ein deutsches Industrieunternehmen kommt heute ohne China aus. Das Land ist einer der wichtigsten Lieferanten der deutschen Wirtschaft, ein bedeutender Absatzmarkt und für viele Firmen Produktionsstandort. Hinter dieser Verflechtung stehen unzählige Lieferantenbeziehungen, Kundenkontakte und Projekte, in denen deutsche und chinesische Fach- und Führungskräfte täglich zusammenarbeiten. Und genau dort entstehen die Reibungen, die selten mit Technik, Preis oder Qualität zu tun haben, sondern mit unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie man kommuniziert, entscheidet, führt und Konflikte löst.

Ein China-Training für Unternehmen setzt an diesen Reibungen an. Es vermittelt Fach- und Führungskräften, nach welchen Regeln ihre chinesischen Gegenüber handeln, und übt an konkreten Situationen, wie sie damit umgehen. Dr. Andrea Thürmer Leung, Gründerin von Dragon Business, bereitet seit 2008 Teams aus Konzernen und mittelständischen Unternehmen auf diese Zusammenarbeit mit China vor. Zahlreiche Firmen aus Industrie, Technologie und Dienstleistung zählen zu ihren Kunden, eine Auswahl sehen Sie unten.

Warum die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten, Kunden und Kollegen anders funktioniert

Die Verflechtung zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen ist in den vergangenen Jahren weiter gewachsen. Viele deutsche Firmen in China wollen die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern sogar vertiefen, tun sich aber schwer, die passenden Partner zu finden und die Zusammenarbeit verlässlich zu gestalten. Wissen fließt dabei längst in beide Richtungen, vom deutschen Mutterhaus zur chinesischen Tochter und zurück. Zusammenarbeit mit China ist also keine Nische mehr, sondern Alltag für Einkauf, Vertrieb, Entwicklung und Projektleitung. Dieser Alltag folgt in China anderen Grundmustern als in Deutschland. Vier davon prägen fast jede Situation:

Vier Grundmuster der chinesischen Geschäftskultur

Beziehungen vor Verträgen (Guanxi): Geschäfte entstehen aus persönlichem Vertrauen, das über Zeit wächst. Ein Vertrag ist der Ausgangspunkt der Beziehung, nicht ihr Ersatz.
Gesicht (Mianzi): Ansehen und Respekt stehen über der Sache. Öffentliche Kritik, direkte Ablehnung oder Druck beschädigen das Gesicht des Gegenübers und damit die Beziehung.
Hierarchie: Entscheidungen fallen oben. Der Gesprächspartner am Tisch hat oft kein Mandat für eine Zusage, auch wenn er freundlich nickt.
Indirekte Kommunikation: Ein „Ja“ bestätigt zunächst das Zuhören, nicht die Zustimmung. Ablehnung wird umschrieben, Probleme werden nicht von selbst angesprochen.
Gruppe junger Geschäftsleute
Wer diese Muster nicht kennt, deutet Signale falsch: Höflichkeit als Zusage, Schweigen als Einverständnis, Verzögerung als Desinteresse. Wer sie kennt, kann Fragen anders stellen, Meetings anders vorbereiten und Konflikte früher erkennen. Genau das ist der Kern eines China-Trainings.

Typische Situationen im Alltag und was dahintersteckt

Die folgenden Situationen schildern Teilnehmende der Trainings immer wieder. Hinter jeder steckt ein kulturelles Muster, und für jede gibt es einen besseren Umgang.
Einkauf

Der Lieferant bestätigt alles, liefert aber anders

Termin und Spezifikation werden zugesagt, die Lieferung kommt später oder weicht ab. Oft war die Zusage eine Höflichkeitsform, und Probleme wurden nicht angesprochen, um das Gesicht zu wahren. Hilfreich sind konkrete Nachfragen statt Ja-Nein-Fragen, persönliche Kontakte zu den Entscheidern und eine Kontrolle von Qualitätsstandards und Prozessen, die nicht als Misstrauen wirkt.
Projekt

Probleme werden erst sichtbar, wenn es zu spät ist

Im deutsch-chinesischen Projektteam meldet niemand Schwierigkeiten, bis der Meilenstein reißt. Kritik nach oben oder gegenüber Partnern gilt als unhöflich. Regelmäßige, kurze Abstimmungen, klare Verantwortlichkeiten und ein Klima, in dem Abweichungen ohne Gesichtsverlust gemeldet werden können, helfen weiter.
Vertrieb

Der Kunde bleibt freundlich, aber unverbindlich

Das Angebot wird gelobt, eine Entscheidung bleibt aus. Häufig ist der Ansprechpartner nicht der Entscheider, oder die Beziehung ist noch nicht tragfähig genug. Geduld, persönliche Treffen und der Kontakt zur richtigen Hierarchieebene bringen mehr als ein weiteres Nachfassen per E-Mail.
Meeting

Alle nicken, entschieden wird nichts

Am Ende der Besprechung scheint Einigkeit zu herrschen, danach passiert wenig. Das Nicken signalisierte Zuhören, nicht Zustimmung, und die Entscheidung fällt ohnehin an anderer Stelle. Eine gute Vorbereitung, die Klärung der Teilnehmenden und ein schriftliches Nachfassen mit konkreten nächsten Schritten schaffen Verbindlichkeit.
Führung

Chinesische Mitarbeiter äußern keine Kritik

Deutsche Führungskräfte erwarten Widerspruch und eigene Vorschläge, chinesische Mitarbeiter erwarten klare Ansagen und vermeiden Kritik am Vorgesetzten. Wer Feedback in geschütztem Rahmen einholt und Verantwortung Schritt für Schritt überträgt, erreicht mehr als mit offenen Diskussionsrunden.
Verhandlung

Der Vertrag wird nachverhandelt

Was unterschrieben ist, gilt in Deutschland als abgeschlossen. In China ist der Vertrag Teil einer Beziehung, die sich weiterentwickelt. Wer Geduld mitbringt, Strategien und Taktiken der Gegenseite kennt und die Beziehung pflegt, verhandelt auf Augenhöhe.

Was ein China-Training für Unternehmen vermitteln sollte

Ein gutes China-Training erklärt nicht nur Etikette, sondern macht die Zusammenarbeit im Alltag besser. Für Teams, die mit chinesischen Lieferanten, Kunden und Kollegen arbeiten, haben sich bei Dragon Business verschiedene Themenfelder bewährt. Welche davon im Mittelpunkt stehen, ergibt sich aus der Bedarfsanalyse.

Kommunikation im China-Business

Ihr Team lernt, wie sich der direkte deutsche und der indirekte chinesische Kommunikationsstil unterscheiden, was ein „Ja" wirklich bedeutet und welche Rolle nonverbale Signale, Small Talk und Tabus spielen. Die Teilnehmenden üben, zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten zu unterscheiden und eigene Botschaften so zu formulieren, dass sie ankommen.

Meetings und Besprechungen

Dieses Modul zeigt, wie Sie Besprechungen mit chinesischen Partnern vorbereiten, welche Bedeutung Sitzordnung und Präsentationen haben und woran Sie erkennen, wer auf chinesischer Seite tatsächlich entscheidet. So enden Meetings mit belastbaren Ergebnissen statt mit höflichem Nicken.

Management- und Führungsstil

Führungskräfte erfahren, welche Art von Führung chinesische Mitarbeiter erwarten, wie Feedback und Kritik ankommen und wie sich Verantwortung übertragen lässt, ohne dass jemand das Gesicht verliert. Das Modul eignet sich für Teams in China ebenso wie für gemischte Teams in Deutschland.

Projektarbeit mit chinesischen Kollegen

In deutsch-chinesischen Projekten entscheiden klare Absprachen, eine realistische Zeitplanung und die Kontrolle von Qualitätsstandards und Prozessen über den Erfolg. Ihr Team lernt, wie Probleme früh sichtbar werden, wie Wissen zwischen den Standorten fließt und wie Projekte pünktlich ankommen.

Umgang mit Lieferanten und Kunden

Einkauf und Vertrieb erfahren, wie Beziehungen zu chinesischen Lieferanten und Kunden entstehen, welche Erwartungen an Verbindlichkeit gelten und wie Sie souverän mit Änderungen und Reklamationen umgehen. Ziel ist, Vertrauen aufzubauen und zugleich die eigenen Standards durchzusetzen.

Verhandlungen und Vertragsgestaltung

Das Modul behandelt die Planung und den Ablauf von Verhandlungen mit chinesischen Partnern, verbreitete chinesische Strategien und Taktiken sowie Geduld als Verhandlungsinstrument. Ihr Team versteht danach, welchen Stellenwert der Vertrag im Verhältnis zur Beziehung hat und warum er oft nachverhandelt wird.

Chinesische Spielregeln

Beziehungen (Guanxi), Gesicht, Respekt und Hierarchien bilden die Grundmuster der chinesischen Geschäftskultur und prägen jede Begegnung. Ergänzend vermittelt das Modul die passende Etikette bei Begrüßung, Visitenkarten, Geschenken und Geschäftsessen.

Konfliktmanagement

Die Teilnehmenden lernen, Konflikte in der interkulturellen Zusammenarbeit zu erkennen, bevor sie eskalieren, und passende Konfliktlösungsstrategien anzuwenden. Missverständnisse lassen sich so klären, ohne die Beziehung zum chinesischen Partner zu beschädigen.

Wie ein China-Training im Unternehmen abläuft: Formate, Dauer, Methoden

Ein Training von der Stange bringt wenig, wenn Ihr Einkauf andere Probleme hat als Ihre Projektleitung. Deshalb beginnt jedes China-Training von Dragon Business mit einer Bedarfsanalyse

Mit wem hat Ihr Team in China zu tun, welche Situationen bereiten Schwierigkeiten, was soll sich ändern? Daraus entsteht die Auswahl der Themen und der Umfang.

Fach- und Führungskräfte, die beruflich mit chinesischen Partnern, Kunden, Lieferanten oder Kollegen zu tun haben oder einen Einsatz in China vorbereiten, zum Beispiel aus Einkauf, Vertrieb, Projektleitung, Produktion oder Personal. Für einzelne Führungskräfte ebenso wie für ganze Teams.

Kompakter Impuls von wenigen Stunden, eintägiges oder zweitägiges Training, auf Wunsch als Reihe mehrerer Termine. Den Umfang legen wir nach der Bedarfsanalyse gemeinsam fest.

Inhouse bei Ihnen im Unternehmen, ob in Stuttgart, München, Frankfurt oder an anderen Orten, oder online. Sitz von Dragon Business ist Schwäbisch Gmünd.

Impulsvorträge und Präsentationen, Diskussionen, Übungen an Fallbeispielen aus Ihrer Praxis und die gemeinsame Besprechung konkreter Empfehlungen. Für Vor- und Nachbereitung stehen die China-Business-BOXs mit 28 Impulskarten und digitalen Lernhilfen zur Verfügung.

Anfrage, Bedarfsanalyse im Gespräch, Auswahl der Themen und Festlegung des Umfangs, Durchführung des Trainings, auf Wunsch Vertiefung einzelner Themen in Folgeterminen.

Business Trainerin leitet Mitarbeiterin an

Offenes Seminar: Deutsch-Chinesische Projektarbeit

Für einzelne Mitarbeiter, die ohne Inhouse-Training einsteigen möchten, bietet Dr. Andrea Thürmer Leung in Zusammenarbeit mit der SteginkGroup das ganztägige Seminar „Deutsch-Chinesische Projektarbeit“ an.

Warum Dragon Business

Dr. Andrea Thürmer Leung hat mehr als 20 Jahre in Hongkong und China gelebt und gearbeitet, im Management und im Training, in enger Zusammenarbeit mit chinesischen Führungskräften. Die chinesische Business-Kultur war Gegenstand ihrer Promotion in Sozialwissenschaft an der University of Leicester; ergänzend hat sie einen Master in Training mit Schwerpunkt chinesische Kultur, eine Weiterbildung in Erwachsenenbildung an der Hongkong University und eine Zertifizierung als interkulturelle Trainerin (IKUD Göttingen). Arbeitserfahrung sammelte sie auf vier Kontinenten.
Junge Geschäftsleute

Das zeichnet die Trainings aus

Seit 2008 Trainings für Konzerne und Mittelstand, darunter Siemens Energy, Elektrobit, DENIOS, Alfing Kessler, Dorst Technologies, Bosch, Schaeffler und TÜV Rheinland
Praxis statt Theorie: Fallbeispiele aus Ihrem Alltag, konkrete Empfehlungen, Impulskarten für den Transfer
Autorin von „Business Süß-Sauer“ (mit Susanne Helbach-Grosser) und der China-Business-BOXs mit 28 Impulskarten für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit
Interviews und Beiträge unter anderem im Podcast „China unplugged“, bei german.china.org.cn und im Steinbeis Transfer Magazin
Mehr über Dr. Andrea Thürmer Leung

Jetzt anfragen und Ihr Team auf China vorbereiten

Andrea Thürmer Leung

Dr. Andrea Thürmer Leung

Beschreiben Sie kurz, mit wem Ihr Team in China zusammenarbeitet und welche Situationen Schwierigkeiten bereiten. Im Gespräch klären wir den Bedarf, schlagen passende Themen vor und stimmen Umfang, Format und Termin ab. Das China-Training findet inhouse bei Ihnen oder online statt, ob in Stuttgart, München, Frankfurt oder an anderen Orten.
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Häufige Fragen zum China-Training für Unternehmen

Antworten auf Fragen, die Personalentwicklung und Führungskräfte vor der Buchung am häufigsten stellen.

Für Unternehmen jeder Größe, deren Fach- und Führungskräfte regelmäßig mit chinesischen Partnern, Kunden, Lieferanten oder Kollegen arbeiten, eine Niederlassung in China betreuen oder einen Einsatz dort vorbereiten. Seit 2008 schult Dragon Business Teams aus Konzernen und Mittelstand, unter anderem aus Industrie, Technologie und Dienstleistung.

Den Umfang legen wir in der Bedarfsanalyse fest. Möglich sind ein kompakter Impuls von wenigen Stunden, ein eintägiges oder zweitägiges Training oder eine Reihe mehrerer Termine. Das Grundlagenseminar China Business Interkulturelles Training ist auf einen oder zwei Tage ausgelegt.

Beides. Dragon Business kommt inhouse in Ihr Unternehmen, ob in Stuttgart, München, Frankfurt oder an anderen Orten, oder führt das Training online durch. Für die Vor- und Nachbereitung stehen die China-Business-BOXs mit 28 Impulskarten und digitalen Lernhilfen zur Verfügung.

Vor jedem Training klärt Dr. Andrea Thürmer Leung in einer Bedarfsanalyse, mit wem Ihr Team in China zu tun hat, welche Situationen im Alltag Schwierigkeiten bereiten und welche Ziele Sie verfolgen. Daraus entsteht die Auswahl der Themen. Die Übungen arbeiten mit Fallbeispielen aus Ihrer Praxis, etwa aus Einkauf, Vertrieb oder Projektarbeit.

Der Preis richtet sich nach Umfang, Teilnehmerzahl und Format. Nach der Bedarfsanalyse erhalten Sie ein Angebot, das genau zu Ihrem Bedarf passt. Nehmen Sie dafür unverbindlich Kontakt auf.

Ja. Fach- und Führungskräfte, die einen Einsatz in China planen, erhalten neben den Spielregeln der Geschäftskultur auch Einblicke in den Alltag vor Ort, in Etikette und Kommunikation. Wer tiefer einsteigen will, kann die Ausbildung zum interkulturellen China-Manager mit CAS der Steinbeis Akademie absolvieren.

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