Ratgeber

China-Strategie für Unternehmen entwickeln

Wer mit chinesischen Geschäftspartnern, Lieferanten oder Kunden arbeitet, braucht mehr als gute Kontakte: eine eigene China-Strategie, die zu den Plänen der chinesischen Regierung, zum Markt und zu den Spielregeln der chinesischen Geschäftskultur passt. Dieser Ratgeber zeigt, warum das jetzt wichtig ist, welche Fragen eine China-Strategie beantworten muss und wie Unternehmen sie Schritt für Schritt entwickeln.
Dragon Business berät Unternehmen, die ihr China-Geschäft auf eine klare Grundlage stellen wollen, im Workshop mit Ihren Entscheidern, inhouse oder online. 

Hinter der Beratung steht Dr. Andrea Thürmer Leung, die über zwanzig Jahre lang in Hongkong und China Führungsverantwortung getragen hat und seit 2008 Unternehmen im China-Geschäft begleitet.
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Andrea Thürmer Leung

Dr. Andrea Thürmer Leung

China gehört nach wie vor zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands, und für viele Industrieunternehmen ist das Land zugleich Beschaffungsmarkt, Absatzmarkt und Produktionsstandort. Gleichzeitig hat sich China verändert: eigene Technologieziele, wachsender Preisdruck durch chinesische Wettbewerber, neue Regeln für ausländische Unternehmen. Die Bundesregierung hat 2023 mit ihrer China-Strategie reagiert und fordert seither mehr China-Kompetenz. Für das einzelne Unternehmen bleibt damit die Frage offen, wie das eigene China-Geschäft in den kommenden Jahren aussehen soll.

Genau hier setzt eine unternehmenseigene China-Strategie an. Sie verbindet die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mit dem, was im Alltag über Erfolg entscheidet: dem Umgang mit Partnern, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern nach chinesischen Spielregeln. Begleitet werden sie dabei von Dr. Andrea Thürmer Leung, die Dragon Business gegründet hat und seit 2008 berät. Zahlreiche Firmen aus Industrie, Technologie und Dienstleistung haben ihre Fach- und Führungskräfte bereits mit ihr auf China vorbereitet, eine Auswahl sehen Sie unten.

Warum braucht ein Unternehmen eine eigene China-Strategie?

Viele Unternehmen haben ihr China-Geschäft über Jahre aus dem Tagesgeschäft heraus gesteuert: ein Lieferant kam dazu, ein Kunde fragte an, eine Niederlassung wuchs. Das funktionierte, solange die Rahmenbedingungen stabil waren. Heute sind sie es nicht mehr: Der Wettbewerb durch chinesische Anbieter nimmt zu, die Regeln des Marktes ändern sich, und die chinesische Regierung steuert die Wirtschaft mit klaren Prioritäten. Wer mit deutschen Unternehmen in China spricht, hört dabei immer wieder ähnliche Erfahrungen:

Was Unternehmen mit China-Geschäft derzeit berichten

Bleiben, aber anders: Die große Mehrheit will im chinesischen Markt bleiben, viele planen sogar eine engere Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern.
Preisdruck und neue Konkurrenz: Chinesische Wettbewerber treten zunehmend als Innovationsführer auf, und heimische Anbieter werden bei Aufträgen bevorzugt.
Fehlende Kontrolle vor Ort: Während der Lockdown-Jahre verließen viele Expats das Land. In manchen Niederlassungen wurden Qualitätsstandards nicht eingehalten, Geschäftszahlen geschönt oder überhöhte Rechnungen beglichen.
Der Weg ist wieder frei: Seit Dezember 2024 können deutsche Staatsangehörige visumsfrei bis zu 30 Tage nach China einreisen, voraussichtlich bis Ende 2026. Angelegenheiten lassen sich wieder persönlich regeln.
Hong Kong Harbour
Eine eigene China-Strategie beantwortet vor diesem Hintergrund drei Fragen: Was wollen wir in und mit China erreichen? Mit wem und nach welchen Regeln? Und wer in unserem Unternehmen braucht dafür welches China-Wissen? Ohne diese Antworten bleiben Entscheidungen über Lieferanten, Investitionen oder Entsendungen Einzelfälle, die sich nicht zu einem Kurs fügen.

Was die chinesische Regierung plant und was das für Ihre Strategie bedeutet

Chinas Wirtschaftspolitik folgt Fünfjahresplänen, und der aktuelle, der 15. Fünfjahresplan, gibt die Richtung für die Jahre ab 2026 vor. Die Wachstumsziele der Regierung sind dabei so zurückhaltend wie seit Jahrzehnten nicht. Vier Schwerpunkte prägen den Plan.

Für deutsche Unternehmen bedeutet das zweierlei: mehr Wettbewerb durch chinesische Anbieter und zugleich neue Chancen dort, wo China Partner sucht. Wer die staatlichen Prioritäten kennt, kann einschätzen, wo die eigenen Produkte, Lieferketten und Partnerschaften in den kommenden Jahren stehen werden, und welche Entscheidungen chinesischer Partner daraus folgen.

Technologische Eigenständigkeit

China will bei zentralen Technologien unabhängiger werden und die eigene Innovationskraft ausbauen. Selbst entwickeln statt importieren lautet die Richtung. Für deutsche Unternehmen heißt das: Der Vorsprung einzelner Produkte schmilzt, und chinesische Partner prüfen genauer, welches Know-how sie einkaufen.

Förderung von Schlüsselindustrien

Künstliche Intelligenz, Halbleiter, neue Batterien und grüner Wasserstoff werden gezielt gefördert. In diesen Feldern entstehen neue Wettbewerber, aber auch neue Kooperationschancen für Unternehmen, deren Angebot zu den staatlichen Prioritäten passt.

Modernisierung traditioneller Branchen

Stahl, Chemie und Maschinenbau sollen effizienter und moderner werden. Gerade im Maschinenbau wächst damit die Konkurrenz für deutsche Anbieter spürbar, im chinesischen Markt ebenso wie auf Drittmärkten.

Stärkung des Binnenkonsums

Das Wachstum soll stärker aus dem eigenen Markt kommen. Zugleich öffnet die Regierung einzelne Sektoren für ausländische Investitionen und sucht internationale Kooperation. Wer präsent ist und die Spielregeln kennt, kann davon profitieren.

Welche Fragen eine China-Strategie beantworten muss

Eine China-Strategie ist kein Länderporträt, sondern eine Entscheidungsgrundlage für Ihr Geschäft. In der Praxis sind es sechs Felder, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Sie bilden auch den Rahmen für die Beratung von Dragon Business:

Markt und Regierungsstrategie

Welche Ziele verfolgt die chinesische Regierung, und was bedeutet das für Ihre Branche, Ihre Produkte und Ihre Lieferkette? Wo entstehen Chancen, wo neue Konkurrenz?

Partner, Lieferanten und Kunden

Wer trifft auf chinesischer Seite tatsächlich die Entscheidungen? Wie entstehen tragfähige Beziehungen, und wie sichern Sie Qualitätsstandards und Prozesse ab, ohne das Vertrauen Ihrer Partner zu beschädigen?

Organisation, Niederlassung und Führung

Wie führen Sie chinesische Mitarbeiter, wie bereiten Sie Fach- und Führungskräfte auf einen Einsatz in China vor, und welche Rolle übernimmt die Zentrale in Deutschland?

Kommunikation und Spielregeln

Indirekte Kommunikation, Gesicht, Respekt und Hierarchien prägen jedes Meeting und jede Verhandlung. Die Strategie legt fest, wie Ihr Team damit umgeht und welche Standards intern gelten.

Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen

Gesetzliche Voraussetzungen für Markt, Produktion und Vertrieb gehören ebenso auf den Tisch wie Insider-Wissen zum Geschäftsalltag vor Ort.

Kompetenz im eigenen Haus

Welche Mitarbeiter brauchen welches China-Wissen? Ob kompaktes Training, mehrtägiges Seminar oder zertifizierte Ausbildung: Die Strategie bestimmt den Qualifizierungsbedarf.

Wie Sie Ihre China-Strategie entwickeln: Vorgehen in vier Schritten

Ob mit externer Begleitung oder im eigenen Haus: Bewährt hat sich ein Vorgehen, das mit der ehrlichen Bestandsaufnahme beginnt und mit der Qualifizierung der Menschen endet, die die Strategie umsetzen. So arbeitet auch Dragon Business:

Am Anfang steht ein Gespräch über die Ausgangslage: Wo stehen Sie in China, welche Partner, Lieferanten oder Kunden sind beteiligt, wo hakt es, und was wollen Sie erreichen? Daraus ergibt sich, welche Themen und welcher Umfang sinnvoll sind.

Auf dieser Basis erarbeiten Sie die Inhalte gemeinsam: Rahmenbedingungen, Regierungsstrategien, Geschäftskultur, Ihre Partner und Ihre Organisation. Je nach Bedarf dauert das wenige Stunden oder mehrere Tage, inhouse oder online, mit Impulsen, Diskussionen und Fallbeispielen aus Ihrer Praxis.

Ergebnis sind gemeinsam besprochene Empfehlungen für Ihr China-Geschäft: Was ändern Sie im Umgang mit Partnern und Lieferanten, wie organisieren Sie Kontrolle und Kommunikation, welche Prioritäten setzen Sie als Nächstes?

Damit die Strategie im Alltag trägt, werden die Fach- und Führungskräfte geschult, die sie umsetzen, etwa in einem China-Training für Unternehmen.

Business Trainerin leitet Mitarbeiterin an

Woran China-Strategien in der Praxis scheitern

Fehler 1

Die Strategie bleibt Papier

Ziele werden formuliert, aber niemand im Unternehmen weiß, was sich im Umgang mit dem chinesischen Lieferanten oder der Niederlassung konkret ändern soll.
Fehler 2

Die Spielregeln werden ignoriert

Pläne setzen auf deutsche Verbindlichkeit, Verträge und direkte Kritik. In China entscheiden Beziehungen, Gesicht und Hierarchien mit. Wer das übergeht, verliert Zeit und Vertrauen.
Fehler 3

Die Kontrolle vor Ort fehlt

Ohne regelmäßige Präsenz und klare Verantwortlichkeiten bleiben Qualitätsprobleme und Abweichungen lange unbemerkt, wie die Lockdown-Jahre gezeigt haben.
Fehler 4

Niemand wird qualifiziert

Die Strategie setzt China-Kompetenz voraus, die im Team nicht vorhanden ist. Einkauf, Vertrieb und Projektleitung arbeiten weiter nach deutschen Mustern.

Warum Dragon Business

Dragon Business verbindet Strategieberatung mit dem, was die meisten Beratungen auslassen: der chinesischen Geschäftskultur aus erster Hand. Dr. Andrea Thürmer Leung war über 20 Jahre in Hongkong und China im Management und im Training tätig und hat dort eng mit chinesischen Führungskräften zusammengearbeitet. Ihre Kenntnisse vertiefte sie in Master- und Doktorstudien: Promotion in Sozialwissenschaft zur chinesischen Business-Kultur an der University of Leicester, Master in Training mit Schwerpunkt chinesische Kultur, Weiterbildung in Erwachsenenbildung an der Hongkong University. Zusätzlich ist sie zertifizierte interkulturelle Trainerin (IKUD Göttingen).
Junge Geschäftsleute

Das zeichnet die Beratung aus

Beratung und Trainings seit 2008, unter anderem für Schaeffler, TÜV Rheinland, Bosch, Siemens Energy, Dorst Technologies, Alfing Kessler, Elektrobit und DENIOS
Arbeitserfahrung auf vier Kontinenten; das Buch „Business Süß-Sauer“ hat sie gemeinsam mit Susanne Helbach-Grosser geschrieben, die China-Business-BOXs mit ihren 28 Impulskarten selbst entwickelt
Jede Beratung beginnt mit einer Bedarfsanalyse und wird auf Ihr Unternehmen zugeschnitten, inhouse oder online, wenige Stunden oder mehrere Tage
Gesprächspartnerin in Interviews und Fachbeiträgen, zum Beispiel für den Podcast „China unplugged“ und das Portal german.china.org.cn
Mehr über Dr. Andrea Thürmer Leung

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Andrea Thürmer Leung

Dr. Andrea Thürmer Leung

Schildern Sie kurz Ihre Situation: Wo steht Ihr Unternehmen in China, welche Partner, Lieferanten oder Kunden sind beteiligt, und was soll sich ändern? In einem unverbindlichen Gespräch klären wir, ob ein kompakter Workshop mit Ihren Entscheidern, eine ausführlichere Beratung oder zunächst ein Training für Ihr Team der richtige Einstieg ist.
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Häufige Fragen zur China-Strategie

Antworten auf Fragen, die Unternehmen vor einer Strategieberatung am häufigsten stellen.

Eine China-Strategie legt fest, welche Ziele ein Unternehmen in und mit China verfolgt und wie es sie erreicht: mit welchen Geschäftspartnern, Lieferanten und Kunden, mit welcher Organisation vor Ort, mit welchen Regeln für Kommunikation, Führung und Verhandlung und mit welchem Wissen im eigenen Team. Sie berücksichtigt die Pläne der chinesischen Regierung ebenso wie die kulturellen Spielregeln, die den Geschäftsalltag bestimmen.

Die 2023 veröffentlichte Strategie der Bundesregierung fordert mehr China-Kompetenz in Deutschland und Europa. Sie setzt einen politischen Rahmen, trifft aber keine Entscheidungen für Ihr Geschäft. Welche Konsequenzen Sie für Einkauf, Vertrieb, Produktion oder Personal ziehen, klären Sie in Ihrer eigenen Strategie.

Das hängt von Ausgangslage und Zielen ab. Nach der Bedarfsanalyse kann ein Workshop wenige Stunden oder mehrere Tage umfassen. Viele Unternehmen starten kompakt mit den Entscheidern und vertiefen einzelne Themen später in Trainings für ihre Fach- und Führungskräfte.

Die Personen, die das China-Geschäft verantworten und gestalten: Geschäftsführung, Leitung von Einkauf, Vertrieb oder Produktion, Führungskräfte der Niederlassung in China und die Personalentwicklung. Die passende Zusammensetzung legen wir gemeinsam in der Bedarfsanalyse fest.

Gearbeitet wird dort, wo Ihre Entscheider sind: bei Ihnen im Haus, an einem neutralen Ort oder online. Die Workshops finden in ganz Deutschland statt, häufig in Stuttgart, München und Frankfurt; der Firmensitz von Dragon Business liegt in Schwäbisch Gmünd.

Das Training qualifiziert Fach- und Führungskräfte für den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen. Die Strategieberatung setzt eine Ebene höher an: Sie klärt mit der Unternehmensführung, wohin das China-Geschäft steuern soll und was das für Organisation, Partner und Qualifizierung bedeutet. In der Praxis greifen beide ineinander: Die Strategie bestimmt, wer welches Wissen braucht, das Training bringt es ins Team.

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